Open Archives Initiative – Häufig gestellte Fragen

Übersetzung von http://www.openarchives.org/documents/FAQ.html

Protokoll-Version 2.0 vom 214.06.2002
Dokument-Version 10.06.2002 T11:00:00Z
http://www.openarchives.org/documents/FAQ.html

Herausgeber

Carl Lagoze (OAI Executive; Cornell University – Computer Science)
Herbert Van de Sompel (OAI Executive; Los Alamos National Laboratory – Research Library)
Michael Nelson (Old Dominion University – Computer Science)
Simeon Warner (Cornell University – Computer Science)

Inhalt

Welchem Zweck dient dieses Dokument?
Welches ist die Zielsetzung der Open Archives Library?
Wer managt die Open Archives Initiative?
Wer unterstützt die Open Archives Initiative?
Wie kann ich an der Open Archives Initiative teilnehmen?
Wie kann ich mehr über die Open Archives Initiative herausfinden?
Was ist ein Data-Provider?
Was ist ein Service-Provider?
Was meint ihr mit “Archiv”?
Was meint ihr mit “Open” [Offen]?
Geht es bei der Open Archives Initiative nur um E-Prints?
Kümmert sich die Open Archives Initiative nur um Metadaten?
Kann ich die OAI-PMH nutzen, um Inhaltliches herauszufinden?
Wie lange dauert es, das Protokoll zu implementieren?
Wie ist die Beziehung zwischen dem Open Archives Metadata Harvesting
Protokoll und anderen Protokollen wie Z39.50?
Welchen Vorteil habe ich davon, am OAI teilzunehmen?
Wieviele Teilnehmer gibt es beim OAI?
Welchen Vorteil hat es, meine Repository beim OAI zu registrieren?
Gibt es einen Weg, meine Repository mit anderen OAI-PMH-konformen Repositories zusammenzuschließen?
Welchen Vorteil hat es, OAI-Identifiers für die Aufzeichnung von Metadaten zu nutzen?
Welchen Unterschied gibt es zwischen den OAI-PMH-Versionen?
Ist die OAI-PMH-Version 2.0 mit früheren Versionen kompatibel?
Wird es kontinuierliche Unterstützung für die OAI-PMH-Version 1.1 geben?
Wieso verfügt das Protokoll über ein übliches Metadatenformat (und warum ist dieses übliche Format Dublin Core)?
Was ist, wenn ich Metadaten in anderen Formaten als Dublin Core zeigen möchte?
Wie lasse ich andere wissen, dass meine Repository OAI-PMH unterstützt?
Was ist mit Fragen des geistigen Eigentums?
Was, wenn ich mehr Fragen habe?

Welchem Zweck dient dieses Dokument?

Diese FAQ werden hoffentlich die üblichsten Fragen zur Open Archives Initiative, ihre Mission und das Interoperability-Protokoll, welches sie entwickelt und befördert, beantworten. Alle hier aufgeführten Informationen werden auch in anderen Dokumenten, die von der Hauptseite aus zugänglich sind (http://www.openarchives.org), aufgegriffen. Dies ist ein dynamisches Dokument – wir erwarten, dass diese FAQ sich im Rahmen der wachsenden Erfahrung mit dem OAI-Interoperability-Framework ebenso weiterentwickeln. Checke die Onlinekopie dieses Dokuments für die neuesten Updates.

Hinweis des Implementers: Dieses Dokument ist kein Ersatz für das „Open Archives Initiative Protocol for Metadata Harvesting specification“ [OAI-Protokoll zum Spezifizieren  von Metadaten-Harvesting] (in diesem Protokoll weiterhin OAI-PMH genannt), welches du lesen solltest, ehe du mit dem Protokoll arbeitest.

Welches ist die Zielsetzung der Open Archives Library?

Die Open Archives Initiative entwickelt und befördert Interoperability-Standards, die darauf zielen, die effiziente Verbreitung von Inhalten zu erleichtern. Die Open Archives Initiative hat ihre Wurzeln in einem Versuch, den Zugang zu E-Print-Archiven zu verbessern, um die Verfügbarkeit wissenschaftlicher  Kommunikation zu erhöhen. Stetige Unterstützung dieser Arbeit ist und bleibt ein Grundbaustein des Open Archives-Programmes. Der grundlegende technologische Rahmen und seine Standards, die entwickelt werden, um diese Arbeit zu unterstützen, sind nichtsdestotrotz unabhängig sowohl von der angebotenen Art von Inhalt als auch den ökonomischen Mechanismen, die diesen Inhalt umgeben; und versprechen, eine breitere Relevanz dafür zu besitzen, eine Fülle von digitalen Materialien zugänglich zu machen. Als Resultat ist die Open Archives Initiative derzeit eine Organisation und ein Versuch, der sich noch im Übergang befindet, und soll dazu dienen, dieses breitere Spektrum an Anwendungen zu erforschen und freizugeben. Indem wir tieferes Wissen um den Anwendungsbereich der darunterliegenden Technologie und den sich entwickelnden Standards gewinnen, und die Struktur und Kultur der zahlreichen Anwendungscommunities zu verstehen lernen, erwarten wir auch, evolutionsbedingte Änderungen sowohl an der Mission als auch der Organisation der Open Archives Initiative vorzunehmen.

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Wer managt die Open Archives Initiative?

Grundlegende Entscheidungen über die Open Archives Initiative werden von einem Lenkungsausschuss getroffen. Die Interoperability-Infrastruktur wurde von einem technischen Komitee entwickelt, die weiterhin Ratschläge zur Infrastruktur gibt. Herbert Van de Sompel und Carl Lagoze sind verantwortlich füe die Koordination von OAI-Aktivitäten, die an der Cornell University zentriert werden. Die E-Mail-Adresse für OAI-Korrespondenzen lautet [email protected].

Wer unterstützt die Open Archives Initiative?

Support for Open Archives Initiative activities comes from the Digital Library Federation, Coalition for Networked Information, and National Science Foundation Grant No. IIS-9817416 (Project Prism).

Unterstützung für die Aktivitäten der Open Archives Initiative kommen von der „Digital Library Federation“, der „Coalition for Network Information“, und der „National Science Foundation Grant No. IIS-9817416 (Projekt Prism)“.

Wie kann ich an der Open Archives Initiative teilnehmen?

Die OAI lädt jeden ein, am Interoperability-Rahmenwerk teilzunehmen, das im „Open Archives Metadata Harvesting Protocol“ definiert wurde. Teilnahme besteht aus zwei Dimensionen:

  • Data-Provider administrieren Systeme, die OAI-PMH unterstützen, um Metadaten freizugeben. Ein Data-Provider kann sich über die OAI-Data-Provider-Registrierungsseite anmelden und damit die Tatsache öffentlich machen, dass er die OAI-PMH übernommen hat.
  • Service-Provider benutzen Metadaten, die über OAI-PMH geerntet wurden, als Grundlage für den Aufbau von Mehrwertdiensten. Ein Service-Provider kann sich registrieren, indem er den Anweisungen auf der Service-Provider-Registrierungsseite folgt. Als Resultat dieser Registrierung veröffentlichen Service-Provider ihre Existenz.

Teilnehmer können sich auch in eine der offenen Mailinglisten eintragen:

  1. OAI-Allgemeinl –  Dies ist eine allgemeine Diskussionsgruppe für Leute, die an OAI interessiert sind. Füge dich der Liste hinzu auf: http://oaisrv.nsdl.cornell.edu/mailman/listinfo/oai-general. Diese Mailingliste wird archiviert und kann durchsucht werden unter:  http://oaisrv.nsdl.cornell.edu/pipermail/oai-general/.
  1. OAI-implementers – Dies ist eine technische Diskussionsgruppe, um Informationen zum Implementationsprozess auszutauschen. Füge dich der Liste hinzu unter: http://oaisrv.nsdl.cornell.edu/mailman/listinfo/oai-implementers. Diese Mailingliste wird archiviert und kann eingesehen werden unter: http://oaisrv.nsdl.cornell.edu/mailman/listinfo/oai-implementers.

Wie kann ich mehr über die Open Archives Initiative herausfinden?

Informationen zur Open Archives Initiative sind auf einer Anzahl von webzugänglichen Dokumenten erhältlich:

Dies ist die beste Quelle für Neuigkeiten und Ankündigungen zum OAI, und bietet Links zu allen Dokumenten im Rest dieser Liste

Die Spezifikation des Metadaten-Harvesting-Protokolls

mEin Satz von Dokumenten, die die OAI-PMH-Spezifikation ergänzen und die besten Praktiken und communityspezifischen Erweiterbarkeits-Features beschreiben.

Eine Dokumentergänzung zur OAI-PMH-Spezifizierung, die die Unterschiede zwischen den Spezifizierungen von Version 2.0 und 1.1 beschreibt.

  • OAI-FAQ (http://www.openarchives.org/documents/FAQ.html) –

Dieses Dokument. Ziehe für neueste Überarbeitungen die Web-Version zu Rate.

Die Archive der Mailingliste für Diskussionen über nichttechnische OAI-Themen und Ankündigungen

Die Archive der Mailingliste für Diskussionen über technische OAI-Themen

Was ist ein Data-Provider?

Ein Data-Provider verwaltet eine oder mehrere Repositories (Webserver), die die OAI-PMH durch die Freigabe von Metadaten unterstützen.

Was ist ein Service-Provider?

Ein Service-Provider gibt OAI-PMH-Anfragen an Data-Provider heraus und benutzt die Metadaten als Basis, Mehrwertdienste aufzubauen.

Was meint ihr mit „Archiv“?

Der Begriff „Archiv“ im Namen „Open Archives Initiative“ reflektiert die Ursprünge des OAI – in der E-Print-Community, in der der Begriff „Archiv“ generell als Synonym für den Verwahrungsort von wissenschaftlichen Arbeiten gebraucht wird. Mitarbeiter des Archivwesens haben berechtigterweise auf die exakte Definition eines „Archives“ in ihrem Bereich hingewiesen; mit Hinweisen  auf den Erhalt von langfristigen Wertschöpfungen, gesetzliche Ermächtigungen und institutionelle Grundsätze. Die OAI benutzt den Begriff „Archiv“ in einem weiteren Sinne: als Quelle für gespeicherte Informationen. Sprache und Begrifflichkeiten sind niemals unzweideutig und unumstritten, und die OAI ersucht das professionelle Archivwesen respektvoll um Nachsicht mit diesem weiteren Gebrauch des Begriffs „Archiv“.

Was meint ihr mit “Open” [Offen]?

Unsere Absicht ist in architektonischer Hinsicht „offen“ – das Definieren und Befördern von Rechner-Interfaces, die die Verfügbarkeit der Inhalte von einer Vielzahl an Providern unterstützen. Offenheit bedeutet keinen „freien“ oder „unbegrenzten“ Zugang zu den Informationsquellen, die mit OAI-PMH konform gehen. Solche Begriffe werden oft zu leichtfertig gebraucht und ignorieren die Tatsache, dass monetäre Kosten nicht das einzige Hindernis vor dem Informationsgebrauch sind – jeder Befürworter der „freien“ Information erkennt, dass es sehr begründet ist, Denial-of-Service-Attacken oder den verleumderischen Missbrauch von Informationen zu begrenzen

Geht es bei der Open Archives Initiative nur um E-Prints?

Die Wurzeln der OAI liegen in der E-Print-Community, die webfähige Archive voll wissenschaftlicher Arbeiten unterhält und befördert, um den Zugang zu wissenschaftlichen Recherchen zu erleichtern. Die erste Arbeit des OAI war von dem Wunsch motiviert, Interoperability-Frameworks zu entwickeln, um E-Print-Archive zu einem Bund zu vereinen. Bald wurde jedoch sichtbar, dass die Konzepte im Interoperability-Framework des OAI – mehrfache Formen von Metadaten durch ein Harvesting-Protokoll freizulegen – Anwendung über die E-Print-Community hinaus fanden. Daher hat das OAI ein Leitbild mit breiterer Anwendung angenommen: Zugang zu einer ganzen Reihe von digitalen Materialien zu ermöglichen. Die Teilnehmer am OAI haben ein bleibendes Interesse daran, einer Vielzahl von Interessengruppen – E-Print-Provider, Herausgeber, Autoren – Interessenvarianten zugänglich zu machen, und sehen das OAI als Forum für Diskussionen und Experimente mit solchen Alternativen.

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Kümmert sich die Open Archives Initiative nur um Metadaten?

Die derzeitige technische Infrastruktur des OAI, die im „Open Archives Initiative Protocol for Metadata Harvesting“ spezifiziert wurde, definiert einen Mechanismus für Data-Provider, ihre Metadaten zu veröffentlichen. Es gibt nichts in den Zielen der OAI, die ihre Arbeit auf Metadaten allein beschränkt.  Nichtsdestotrotz werden wir von dem Ziele gelenkt, ein niedrigschwelliges und weithin applikables Gerüst für Interoperability mit verknüpften Repositories zu definieren, und wir glauben, dass die Freigabe von Metadaten ein plausibler Weg zu diesem Ziel ist. In der Zukunft könnten wir auch andere Mechanismen für Interoperabilität erforschen und definieren.

Kann ich die OAI-PMH nutzen, um Inhaltliches zu ernten?

Das Open Archives Initiative-Protokoll für das Ernten von Metadaten definiert einen Mechanismus für das Ernten von XML-formatierten Metadaten von Repositories. Das Protokoll enthält keinen Mechanismus, Daten (Inhalt) zu ernten, die nicht in XML codiert sind. Das Protokoll befasst sich auch nicht mit der Art von Verbindung zwischen diesen Metadaten und ihren verwandten Inhalten. Da wohl viele Klienten an dem Inhalt interessiert sind, der mit den geernteten Metadaten verbunden ist, mögen Data-Provider es angemessen finden, einen Link in die Metadaten einzufügen, der zum Inhalt führt. Das vorgeschriebene Dublin-Core-Format bietet das „identifier“-Element, welches für diesen Zweck gebraucht werden kann.

Wie lange dauert es, das Protokoll zu implementieren?

Das OAI-PMH wurde unter dem Gesichtspunkt einfacher Implementation erstellt. Dies bedeutet, dass die übergreifende Aufgabe, einen Webserver zu konfigurieren, der OAI-PMH-Anfragen bearbeiten und die Argumente analysieren kann, weniger als einen Arbeitstag lang dauert für jemanden, der im Umgang mit der Webservererstellung und dem Schreiben von CGI-Scripts Erfahrung besitzt.

Wir erwarten, dass mit der Zeit eine ganze Anzahl von generischen Front-Ends für das Bearbeiten von Protokollanfragen entweder auf der OAI-Webseite oder durch die Mailingliste der Implementer verfügbar sein werden.

Die Implementation des Protokolls benötigt jedoch etwas mehr, als nur die Protokollanfragen zu analysieren. Auf Protokollanfragen zu reagieren, beinhaltet auch, die Metadaten zu erreichen oder zu extrahieren. Dafür eine Zeitangabe zu machen ist schwierig, weil die Natur der Aufgabe sich vollkommen idiosynkratisch darstellt. Wenn deine Daten gut organisiert sind, bereits Metadaten besitzen und Mechanismen etabliert haben, Metadaten zu extrahieren oder abzuleiten, sollte diese Aufgabe nicht schwer sein.

Wie ist die Beziehung zwischen dem  Open Archives Metadata Harvesting Protocol [Open Archives Protokoll zum Erenten von Metadaten] und anderen Protokollen wie  Z39.50?

Das technische Framework des OAI ist gewollt einfach gehalten, unter dem Gedanken, den Zugang für Teilnehmer niedrigschwellig zu halten. Protokolle wie Z39.50 besitzen einen vollständigen Funktionsumfang; beispielsweise arbeiten sie mit Session-Management und Result-Sets, und erlauben die Spezifizierung von Prädikaten, welche die zurückgesendeten Ergebnisse filtern.

Dieser Funktionsumfang geht jedoch mit einer Erhöhung des Schweregrades im Hinblick auf Implementation und Kosten einher. Das technische Framework des OAI wurde nicht unter dem Gesichtspunkt aufgebaut, andere Lösungsvorschläge zu ersetzen, sondern, eine leicht zu implementierende und anzuwendende Alternative für Kundenkreise und Zwecke anzubieten, die sich von den derzeit angebotenen Interoperability-Lösungen nicht angesprochen fühlen. Der kontinuierliche Gebrauch des OAI-PMH wird zeigen, ob eine solch niedrigschwellige Interoperability realistisch und funktionstüchtig ist.

Welchen Vorteil habe ich davon, am OAI teilzunehmen? OAI?

Wir können keinen unmittelbaren Vorteil von der Teilnahme am OAI versprechen. Die Motivationen, beizutragen, hängen von der Art der Teilnahme ab.

  • Data Providers adaptieren OAI-PMH aus verschiedenen Gründen, inklusive der Mitgliedschaft in einer Gemeinschaft, welche kollektiv beschlossen hat, die OAI-PMH zu nutzen, um ihre Inhalte besser darzustellen; dem Interesse am Funktionsumfang einzelner Service-Provider; oder auch generelles Interesse am Gedanken des Metadaten-Ausstellens zum Zweck des Wissenstransfers.

Service-Provider adaptieren OAI-PMH aufgrund ihres Interesses und ihrer Fähigkeit, die Metadaten, die von einer Reihe Data-Provider zur Verfügung gestellt werden, zu kombinieren und in ihrem Wert zu steigern.

Wieviele Teilnehmer gibt es bei der OAI?

Die verfügbaren Listen der registrierten Data-Provider (http://www.openarchives.org/Register/BrowseSites.pl) und der registrierten Service-Provider (http://www.openarchives.org/service/listproviders.html) geben beide Hinweise auf die Anzahl der Teilnehmer. Da die Registrierung jedoch in beiden Fällen freiwillig ist, ist die genaue Anzahl derjenigen, die OAI-PMH angenommen haben, unbekannt.

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Welchen Vorteil hat es, meine Repository beim OAI zu registrieren?

Data-Provider, die OAI-PMH unterstützen, können sich unter folgender Adresse registrieren:

http://www.openarchives.org/data/registerasprovider.html.

Die Registrierungsdatenbank dient als öffentlich zugängliche Liste von OAI-PMH-konformen Quellen, um es Service-Providern einfach zu machen, Seiten zu entdecken, von denen Metadaten geerntet werden können. Die Registrierungsdatenbank beinhaltet alle Informationen, die über die OAI-Identifizierungsanfrage zugänglich gemacht werden, inklusive:

  • repositoryName [Quellenname]: ein menschlicher, lesbarer Name für die Repository, nach dem Beispiel: “The University of Spa E-print System”;
  • baseURL: die BASE-URL um Protokollanfragen an die Repository zu stellen;
  • protocolVersion: die Version des OAI-PMH, die von der Repository unterstützt wird;
  • adminEmail: die E-Mail-Adresse des Admins der Repository;
  • zusätzliche Protokollinformationen und repository-spezifische Beschreibungen

Beachte: Data-Provider, die sich bei der OAI registrieren, willigen ein, diese Informationen öffentlich zu machen. Es gibt keine Regelungen für Zutrittsbeschränkungen zur Registrierungsdatenbank.

Gibt es einen Weg, meine Repository mit anderen OAI-PMH-konformen Repositories zusammenzuschließen?

Data-Provider mögen sich anderer OAI-PMH-konformer Repositories bewusst sein; ein Beispiel ist ein Data-Provider, der Mitglied einer Gruppe angeschlossener Daten-Provider ist. In diesen Fällen kann der „friends“-Container in der Identify-Response von Repositories genutzt werden, um verbündete Reporitories aufzulisten. Dies ist ein automatischer Weg für Harvester, andere Repositories zu entdecken, die von Interesse sein können. Der verbreitete Gebrauch dieses Containers würde einen dezentralisierten Mechanismus bieten, durch den Harvester andere Repositories entdecken können.

Welchen Vorteil hat es, OAI-Identifiers für die Aufzeichnung von Metadaten zu nutzen?

Jede Aufzeichnung von Metadaten, die vom OAI-PMH geerntet wurde, besitzt einen Identifier, der dem Eintrag entspricht, von dem die Metadaten hergeleitet wurden. Die einzige Konformitätsregel besteht darin, dass der Identifier eine URI wählen sollte, welche in der entsprechenden Repository einzigartig ist. Datenprovider können sich natürlich ein Identifier-Schema überlegen, durch welches ihre Identifier weltweit einzigartig im OAI-Naming-Schema werden. Diese Wahl wird zum Zeitpunkt der Registrierung getroffen, und einen Ratgeber für diese Wahl gibt es auf der Registrierungsseite unter http://www.openarchives.org/data/registerasprovider.html. Die Spezifizierung des OAI-Identifier-Formats ist im implementations guidelines document  [Richtlinien zur Implementation von Dokumenten] verfügbar. Der Vorteil für Repositories, diese Namenrichtlinien zu übernehmen, besteht darin, dass das Erfassen von Identifiers durch zukünftige OAI-Namensauflösungs-Dienste lösbar wird.

Welchen Unterschied gibt es zwischen den OAI-PMH-Versionen?

Die erste Version des OAI-PMH, 1.0, wurde im Januar 2001 veröffentlicht. Eine kleinere Update-Version, 1.1, wurde im Juli 2001 veröffentlicht, um den Änderungen in der XML-Schema-Spezifikation zu entsprechen. Die derzeitige Version des OAI-PMH, 2.0, wurde im Juni 2002 veröffentlicht.

Technische Änderungen zwischen den verschiedenen Versionen werden in entsprechenden „Migrations-Dokumenten“ beschrieben. Das Migrationsdokument für Version 2.0 ist verfügbar unter http://www.openarchives.org/OAI/2.0/migration.htm. Eine Kurzfassung der technischen Änderungen in Version 2.0 findet sich unter  http://www.openarchives.org/news/oaiv2press020614.html.

Zusätzlich zu den technischen Änderungen markiert die Version 2.0 des OAI-PMH auch das Ende der ersten Experimentierungsperiode des Protokolls. In diese ersten 18 Monaten  wurden sowohl die funktionalen Aspekte des Protokolls als auch der Nutzen des generellen Begriffes vom „Ernten von Metadaten“ überprüft. Der maßgebliche Gebrauch von OAI-PMH während dieser Zeit hat sowohl das Ernten von Metadaten als Werkzeug des Informationsverbandes validiert als auch die Basis für die technischen Änderungen und Verbesserungen in der OAI-PMH-Version 2.0 gelegt.

Während jede Behauptung von „Stabilität“ für eine technische Infrastruktur unaufrichtig wäre, haben wir uns doch auf eine „Produktionsreife“ von Version 2.0 eingeschworen. Dies bedeutet, dass etwaige zukünftige Änderungen mit striktem Augenmerk auf Rückwärtskompatibilität vorgenommen werden.

Ist die OAI-PMH-Version 2.0 mit früheren Versionen kompatibel?

Nein, ist sie nicht. Die Resultate der Experimentierphase mit Version 1.0 gaben Hinweise, dass eine Anzahl tiefgreifender Änderungen von Nöten waren, und der Behalt einer Rückwärtskompatibilität hätte in einer kompromittierenden Produktionsveröffentlichung geendet. Wir haben uns verpflichtet, die Rückwärtskompatibilität in zukünftigen Releases stärker zu beachten.

Wird es kontinuierliche Unterstützung für die OAI-PMH-Version 1.1 geben?

Unser Ziel ist es, Version 1.1 gegen Ende 2002 auslaufen zu lassen. Sicher werden einzelne Service- und Datenprovider damit fortfahren mögen, die frühere Version zu unterstützen, doch die Registrierungsdatenbanken werden nur Seiten beinhalten, die Version-2.0-konform sind.

Wieso verfügt das Protokoll über ein übliches Metadatenformat (und wieso ist dieses übliche Format Dublin Core)?

Zwischen verschiedenen Metadaten-Formaten zu mappen, würde eine erhebliche Last für Service-Provider bedeuten, die die Metadaten ernten und benutzen, um höherwertige Services auf sie aufzubauen. Während es Forschungsarbeiten zum Aufbau von Diensten wie „Common-Search-Interfaces“ für heterogene Metadatenformate gibt, liegt eine weniger schwierige und besser einsetzbare Lösung darin, von Repositories zu verlangen, ein einfaches und gebräuchliches Metadatenformat zu mappen.

Die fünfzehn Elemente von Dublin Core aus den letzten paar Jahren haben sich  de facto als Standard für einfache interdisziplinäre Metadaten durchgesetzt, und daher ist Dublin Core die angemessene Wahl für ein allgemeines Metadatenset. Die Zusammenarbeit zwischen der OAI und der Dublin Core Metadata Initiative haben zu einem allgemeinen xml-Schema für unqualifiziertes Dublin Core geführt, welches erhältlich ist unter:

http://dublincore.org/schemas/xmls/simpledc20020312.xsd.

Was ist, wenn ich Metadaten in anderen Formaten als Dublin Core zeigen möchte?

Das Metadaten-Harvesting-Protokoll unterstützt die Ansichten von mehreren Metadatensets und erlaubt es Communities dadurch, Metadaten in Formaten zu zeigen, die spezifisch auf ihre Bereiche und Anwendungen abgestimmt sind. Das technische Framework limitiert die Art dieser parallelen Sets nicht, abgesehen davon, dass die Metadatenaufzeichnungen als XML-Daten strukturiert werden, die ein entsprechendes XML-Schema für die Validierung besitzen.

Wie lasse ich andere wissen, dass meine Repository OAI-PMH unterstützt?

Ein Datenprovider kann sich auf der OAI-Registrierungsseite registrieren und dadurch die Tatsache öffentlich machen, dass er OAI-PMH adaptiert hat.

Was ist mit Fragen des geistigen Eigentums?

The OAI does not define or prescribe any rights management scheme.  Issues of access restriction and management of intellectual property in exposed metadata are the responsibility of the data providers that adopt the protocol.  We expect that some repositories that adopt the protocol will permit more or less unrestricted access to their metadata, while others may use various methods to restrict access (e.g., by IP address of origin).

Die OAI definiert oder schreibt kein Schema zu diesen Fragen vor. Fragen der Zutrittsbeschränkung und des Managements von geistigem Eigentum in freigelegten Metadaten unterliegen der Verantwortlichkeit des Data-Providers, der das Protokoll adaptiert hat. Wir erwarten, dass einige Repositories, die das Protokoll angenommen haben, mehr oder weniger freien Zutritt zu ihren metadaten gewähren, während andere verschiedene Methoden nutzen könnten, den Zugang zu begrenzen (zB durch die IP-Adresse der Quelle).

Was, wenn ich noch Fragen hab?

Generelle Anfragen können an [email protected] gesendet werden, überwacht werden diese von den OAI-Koordinatoren. Vorschläge zu FAQ-Ergänzungen sind immer willkommen.

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