WebAIM Section 508 Checklist

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  1. Teil 1: für HTML
  2. Teil 2: für Scripts, Plug-ins, Java, etc.

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Teil 1: für HTML

Die folgenden Standards wurden der Sektion 508 des „Rehabilitation Act“ entnommen, §1194.22. Die Bestanden/Durchgefallen-Kriterien in diesem Dokument repräsentieren eine Interpretation der Webstandards von Sektion 508. Diese Checkliste ist KEINE offizielle Sektion 508-Dokumentation. Für den gesamten Text von Sektion 508, siehe bitte: Official government 508 web site .

508 STANDARD Bestanden Durchgefallen
(a) Ein Textäquivalent sollte für jeden Nicht-Text-Element bereitgestellt werden (zB via „alt“, „longdesc“, oder im Elementinhalt) Jedes Bild, Applet, eingebettete Medien, Plug-Ins etc., die Inhalte transportieren, besitzen entsprechenden alternativen Text („alt“, „longdesc“ oder im Elementkontext) Ein Nichttext-Element besitzt keine alt- oder Textbeschreibung oder die Beschreibung ist nicht angemessen, oder ist im anschließenden Text nicht beschrieben.
Der alternative Text beschreibt prägnant den vom Element vermittelten Inhalt, ohne zu ausführlich (bei simplen Objekten) oder zu unklar (bei komplexen Objekten) zu sein. Alternative Texte sind zu ausführlich („Bild von…“, „Darstellung von…“), unklar, irreführend, ungenau, oder redundant zum Kontext (zB ist der alt-Text genau derselbe wie der anschließende Text).
Komplexe Grafiken (Graphen, Karten etc.) werden von entsprechenden Texten begleitet, entweder durch eine Beschreibung im Körper der Seite, einen Link zu einer Beschreibung auf einer anderen Seite, und/oder das „longdesc“-Attribut. [Siehe Anmerkung 1] Komplexe Graphiken besitzen keinen alternativen Text oder die Alternative deckt nicht den gesamten Inhalt der Graphik ab.
Darstellungen mit einer Funktion (Darstellungen in Links, Bildbuttons und Image-Map-Areas) besitzen alternativen Text, der die dargestellte Funktion beschreibt. Alternative Texte gelinkter Darstellungen, Bildbuttons oder Hotspots beschreiben nicht die Funktion.
Dekorative Grafiken sind CSS-Hintergrundbilder oder haben null/leere alt-Werte (alt=““).

Darstellungen mit Textalternativen im Elementinhalt wird leerer alt-Text gegeben, um Redundanz zu vermeiden.

Dekorative Graphiken haben Alternativen zu „Leerstelle“, „dekorative Graphik“ oder anderen belanglosen Text. Graphiken haben einen alt-Text, der redundant ist zum anschließenden Text.
Für Audio-Inhalte werden Transkripte bereitgestellt. Für Audio-Inhalte werden keine Transkripte bereitgestellt.
508 STANDARD Bestanden Durchgefallen
(b) Äquivalente Alternativen jeder Multimedia-Präsentation sollen mit der Präsentation synchronisiert werden. Videodateien und Live-Audio-Broadcasts haben synchronisierte Beschriftungen. Videodateien oder Live-Audio-Broadcasts haben keine Beschriftungen oder Beschriftungen, die nicht synchronisiert wurden.
Inhalt, der per Video präsentiert wird, aber nicht durch Audio, wird in einem Audio-Beschreibungspaket bereitgestellt. Audiobeschreibungen werden für rein visuelle Multimedia-Inhalte nicht zur Verfügung gestellt.
508 STANDARD Bestanden Durchgefallen
(c )Webseiten sollten so erstellt werden, dass alle Informationen, die durch Farben transportiert werden, auch ohne Farben verfügbar sind, beispielsweise durch den Kontext oder Markup. Farben werden nicht allein genutzt, um wichtige Informationen zu vermitteln. Farben sind das einzige Werkzeug, Informationen zu vermitteln.
Zufriedenstellender Kontrast wird zur Verfügung gestellt. Der Kontrast ist schlecht.
508 STANDARD Bestanden Durchgefallen
(d) Dokumente sollten so organisiert sein, dass sie ohne verbundenes Style-Sheet lesbar sind. Style-Sheets mögen für das Layout genutzt werden, doch das Dokument ist noch immer lesbar und verständlich (wenn auch weniger attraktiv), wenn das Style-Sheet ausgeschaltet wird. Das Dokument ist verwirrend oder Informationen gehen verloren, wenn das Style-Sheet ausgeschaltet wird.
508 STANDARD Bestanden Durchgefallen
(e) Redundante Textlinks sollen in jeder aktiven Region einer Server-side Image-Map bereitstehen. Client-Side Image-Maps werden anstelle von Server-side Image-Maps verwendet. Für jede Darstellung und jede Hotspot-Area wird angemessener alternativer Text bereitgestellt. Es gibt Server-side Image-Maps oder unerreichbare Client-side Image-Maps.
(f) Client-side Image-Maps sollen anstelle von Server-side Image-Maps bereitgestellt werden, außer dort, wo die Regionen nicht mit einer verfügbaren geometrischen Figur dargestellt werden können.
508 STANDARD Bestanden Durchgefallen
(g) Reihen- und Spaltenüberschriften sollten für Datentabellen identifiziert werden. Datentabellen haben Reihen- und/oder Spaltenüberschriften angemessen identifiziert (durch Verwendung des „<th>“-Elementes). Datentabellen besitzen keine Kopfzeilen oder Überschriften.
Tabellen, die ausschließlich für Layoutzwecke benutzt werden, benutzen das „<th>“-Element NICHT. Tabellen, die für Layoutzwecke benutzt werden, identifizieren Überschriften, wo keine sind.
508 STANDARD Bestanden Durchgefallen
(h) Markup soll genutzt werden, um Daten- und Kopfzellen für Datentabellen zu vereinigen, die zwei oder mehr logische Level Reihen- oder Spaltenüberschriften besitzen. Datentabellenzellen werden mit den angemessenen Überschriften über die „scope“- oder „id/headers“-Attribute verbunden. Datentabellenzellen sind mit den Reihen- oder Spaltenüberschriften nicht oder inkorrekt verbunden.
508 STANDARD Bestanden Durchgefallen
(i) Frames sollten mit Text betitelt werden, der Frameidentifikation und Navigation beinhaltet. Jedem Frame wird ein „title“ gegeben, der den Zweck oder Inhalt des Frames beschreibt. Frames haben keinen „title“ oder der „title“ beschreibt nicht den Zweck oder Inhalt des Frames.
508 STANDARD Bestanden Durchgefallen
(j) Seiten sollten so erstellt werden, dass sie den Bildschirm nicht dazu bringen, mit einer Frequenz größer 2 Hz und kleiner 55Hz zu flackern. Kein Element der Seite flackert mit einer Rate zwischen 2 und 55 Zyklen pro Sekunde, was das Risiko von optisch induzierten Krämpfen reduziert. Eines oder mehrere Elemente auf der Seite flackern mit einer Rate von 2 bis 55 Zyklen pro Sekunde, was das Risiko optisch induzierter Krampfanfälle erhöht.
508 STANDARD Bestanden Durchgefallen
(k) Eine nur aus Text bestehende Seite mit äquivalenten Informationen soll zur Verfügung gestellt werden, damit eine Webseite die Bestimmungen dieses Abschnitts erfüllt, wenn eine Übereinstimmung auf keine andere Art erfüllt werden kann. Der Inhalt der aus reinem Text bestehenden Seite soll upgedatet werden, wann immer die Hauptseite sich ändert. Eine reine Textversion wird nur hergestellt, wenn es keinen anderen Weg gibt, den Inhalt zugänglich zu machen oder wenn sie signifikante Vorteile gegenüber der Hauptversion für verschiedene Disability-Typen hat. Eine reine Textversion wird zur Verfügung gestellt, wenn die Hauptversion nicht zugänglich ist, aber komplett zugänglich gemacht werden könnte.
Die reine Textversion bietet äquivalente Inhalte und ist up-to-date mit der Hauptversion. Die reine Textversion ist nicht mit der Hauptversion äquivalent/up-to-date.
508 STANDARD Bestanden Durchgefallen
(l) Wenn Seiten Scripting-Languages nutzen, um Inhalt anzuzeigen oder Interfaces zu erstellen, soll die vom Script bereitgestellte Information mit dem funktionalen Text identifiziert werden, der von behinderungskompensierenden Technologien gelesen werden kann. Vom Scripting bereitgestellte Inhalte und Funktionen sind behinderungskompensierenden Technologien und Tastatur direkt zugänglich. „<noscript>“-Inhalte bilden keinen geeigneten Ersatz für unzugängliches Scripting. Von Scripten bereitgestellte Inhalte und Funktionen arbeiten nur mit der Maus und können von behinderungskompensie-renden Technologien nicht erreicht werden.
508 STANDARD Bestanden Durchgefallen
m) Wenn eine Webseite voraussetzt, dass ein Applet, Plug-in oder eine andere Applikation auf dem Client-System anwesend sein muss, um den Seiteninhalt zu interpretieren, muss die Seite einen Link zum Plug-in oder Applet bereitstellen, der mit 1194.21(a) durch (l) übereinstimmt.
[Siehe Anmerkung 2]
[Siehe Anmerkung 3]
Ein Link zur Seite mit dem Plug-in-Download wird bereitgestellt. Es gibt keinen Link zu einer Seite mit Plug-in-Download.
Alle Applets, Scripte und Plug-ins (inklusive PDF und PowerPoint-Dateien etc)  und die sich in ihnen befindlichen Inhalte sind behinderungskompensierenden Technologien zugänglich, anderweitig wird eine Alternative zur Erreichbarkeit von äquivalenten Inhalten bereitgestellt. Unzugängliche Plug-ins, Scripte und andere Applikationen werden ohne erreichbare Altenative benutzt.
508 STANDARD Bestanden Durchgefallen
(n) Wenn elektronische Formulare erstellt werden, die online ausgefüllt werden sollen, soll das Formular es auch Leuten, die behinderungskompensierenden Technologien benutzen, erlauben, Informationen, Feldelemente und Funktionen zu erreichen, die notwendig sind, um das Formular auszufüllen und einzureichen, inklusive aller Richtungen und Stichworte. „<input>“-, „<textarea>“- und „<select>“-Elemente sind im Markup mit „<label>“-Elementen verbunden oder ihnen wird ein beschreibendes „<title>“-Attribut gegeben. Es gibt keine Verbindung zwischen Formularelementen und ihren Labels.
Das Scripting von Formularelementen behindert behinderungskompensierende Technologien oder Tastaturen nicht. Das Scripting macht Teile des Formulars erreichbar für Tastaturnutzer oder User mit behinderungskompen-sierenden Technologien
508 STANDARD Bestanden Durchgefallen
(o) Den Usern soll eine Methode zur Verfügung gestellt werden, sich wiederholende Navigationslinks zu überspringen. Es wird ein Link bereitgestellt, der über Navigationsmenüs oder andere längere Linklisten springt. Eine gute Titelstruktur erleichtert ebenfalls die Navigation. Es gibt keinen Weg, über sich wiederholende Linklisten zu springen.
508 STANDARD Bestanden Durchgefallen
(p) Wenn eine Reaktionszeit gebraucht wird, sollte der User alarmiert werden und eine angemessene Zeit angezeigt bekommen, dass mehr Zeit benötigt wird. Der User hat Kontrolle über das Timing von Inhaltsänderungen. Der User muss innerhalb begrenzter Zeit reagieren.

Anmerkung 1: Bis das „<longdesc>“-Attribut besser unterstützt wird, solle es am Besten in Verbindung mit einem Standardlink zu einer längeren Beschreibung benutzt werden.

Anmerkung 2: Standalone Media-Player sind gewöhnlich besser zugänglich als eingebettete Media-Player.

Anmerkung 3: Eine PDF-Datei kann für Bildschirmleser-Nutzer erreichbar gemacht werden, doch es mag das Beste sein, eine zugängliche HTML-Version des Dokuments anstelle oder zusätzlich zur PDF bereitzustellen.

Teil 2: Scripts, Plug-ins, Java, etc.

Die folgenden Standards sind der Sektion 508 des „Rehabilitation Act“, § 1194.21, entnommen. Volltext der Sektion 508 .

508 STANDARD
(a) Wenn eine Software erstellt wird, auf einem System zu laufen, das eine Tastatur besitzt, sollen die Produktfunktionen von einer Tastatur ausgeführt werden können, wo die Funktion selbst oder das Resultat der Durchführung einer Funktion textlich erkennen lassen.
(b) Applikationen sollen keine aktivierten Features anderer Produkte stören oder behindern, die dort als erreichbare Features identifiziert werden, wo solche Features nach Industriestandards entwickelt und dokumentiert werden. Applikationen sollen auch keine aktivierten Features irgendeines Betriebssystems stören oder behindern, die dort als erreichbare Features identifiziert sind, wo das Applikations-Programmier-Interface solcher Erreichbarkeitsfeatures vom Hersteller des Betriebssystems dokumentiert wurde und dem Produktentwickler zugänglich ist.
(c ) Eine gutdefinierte On-Screen-Indikation des derzeitigen Fokus‘ soll bereitgestellt werden, die sich zwischen den interaktiven Interface-Elementen bewegt, wenn der Input-Fokus sich ändert. Der Fokus soll prorgrammatisch freigelegt sein, sodass behinderungskompensierende Technologien den Fokus und Fokusänderungen aufspüren können.
(d) Behinderungskompensierenden Technologien sollen zufriedenstellende Informationen über ein User-Interface-Element, das die Identität beinhaltet, Operationen und Elementstatus zugänglich gemacht werden. Wenn eine Darstellung ein Programm repräsentiert, muss die Information, die durch die Darstellung transportiert wird, auch in Text erhältlich sein.
(e) Wenn Bitmap-Bilder genutzt werden, um Befehle, Statusindikatoren oder andere programmatische Elemente anzuzeigen, soll die Bedeutung, die diesen Bildern zugewiesen ist, die gesamte Ausführung einer Applikation lang konstant sein.
(f) Textliche Informationen sollen durch Betriebssystemfunktionen für die Darstellung von Text angeboten werden. Die minimalen Informationen, die bereitgestellt werden sollen, sind Textinhalt, Texteingabe-Einschaltorte, und Textattribute.
(g) Attribute sollen sich nicht über nutzergewählte Kontrast- und Farbwahlen, und andere individuelle Anzeigeattribute hinwegsetzen.
(h) Wenn Animationen gezeigt werden, soll die Information nach Userwahl in wenigstens einem nicht-animierten Präsentationsmodus anzeigbar sein.
(i) Colorcoding soll nicht als einziges Werkzeug zur Informationsübermittlung genutzt werden, das etwa eine Aktion anzeigt, eine Reaktion anfordert oder ein visuelles Element unterscheidbar macht.
(j) Wenn ein Produkt es einem User erlaubt, Farb- und Kontrasteinstellungen anzupassen, soll eine Bandbreite an Farben bereitgestellt werden, die eine Fülle an Kontrastebenen bieten kann.
(k) Software soll keine flackernden oder blinkende Texte, Objekte oder andere Elemente benutzen, die eine Flacker- oder Blinkfrequenz größer 2 Hz oder kleiner 55 Hz benutzen.
(l) Wenn elektronische Formulare benutzt werden, soll das Formular Leuten, die behinderungskompensierende Technologien benutzen, erlauben, die Information, Feldelemente und Funktionen zu erreichen, die für das Ausfüllen und Einreichen des Formulars notwendig sind, inklusive aller Richtungen und Hinweise.

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